Warum man den Griechen keinen Cent mehr geben darf!

Es ist doch wahr – die einzigen die mit Geld vernünftig umgehen können, das sind wir Deutschen.
Wir können alles ausser Weltkriege gewinnen und gegen die italienischen Fussballer bei grossen Turnieren siegen.
Wir sind der Verbrennungsmotor Europas – das Aushängeschild für Effizienz und Perfektion in der ganzen Welt.
Wir sind die Energiewende. Wir sind Weltmeister der Herzen und echte Demokraten.
Uns kann keiner – schon gar kein Grieche.

Was haben die Griechen bisher auf die Reihe bekommen?
Einmal Fussballweltmeister – aber auch nur wegen einem DEUTSCHEN Trainer.
Schauen Sie sich die Akropolis an, eine einzige Baustelle, seit Jahrhunderten.
Die älteste Ratingagentur der Welt, das Orakel von Delphi, verstummt weil pleite.

Beispiele für die typische Unfähigkeit der Griechen:

Der neue Athener Hauptstadtflughafen BER – ein Desaster. Unfähige Planer, überforderte Politiker, immer neue Nichteröffnungstermine. 1 Million Unterhalt kostet die Baustelle auf der aktuell niemand baut pro Tag.

Die neue Athener Elbphilharmonie. Eine Kostenexplosion jagt die nächste. Waren es ursprünglich  77 Millionen, stehen aktuell 780 Millionen sauer verdiente Euro im Raum und ein Ende der Bauzeit nicht in Sicht.

Die Maut für alle nicht Helenen auf den buckligen griechischen Autobahnen. Die Witznummer in Europa. Was hat sich der griechische Verkehrsminister Alexus Dobris eigentlich dabei gedacht? Die Maut ist auf Eis gelegt und kostet den Steuerzahler in dieser Wartephase bereits Millionen.

Noch eine Lachnummer? Das Pazifistengewehr der griechischen Armee. Natürlich in einer griechischen Waffenschmiede zusammengepfriemelt. Eine Wunderbüchse die den Feind verfehlt.

Dann dieser unsägliche griechische Finanzminister! Traut sich da einfach mitzuverhandeln und Forderungen zu stellen. Da redet einer mit, für den es kein Problem in der Vergangenheit war, eben 100.000 DrachMen kurz DM von einem Waffenlobyisten anzunehmen und unverbucht weiterzuleiten? Der beruft sich dann auf Recht&Ordnung. Das ist doch keine ehrbare Gestalt! Solche Leute bringen es in der Politik doch nicht weit.

Griechenland! Das Land der Sonne und dann die Pleite mit dem eigenen Schnellzug. Bei Temperaturen über 30 Grad geht die Klimaanlge aus. Lachhaft. Griechische Ingenieurskunst vom Feinsten.

Schleimerei! Da suchen Spitzenleute aus der Finanzbranche eine abgefahrene Partygelegenheit in der Hauptstadt und was macht der griechische Premierminister – räumt sein Amt leer und lässt die Finanzmafia eine fette Geburtstagssause innendrinnen feiern.

Energiewende. Das ist ein Schenkelklopfer. Da wollen die Griechen weg von der Atomkraft und dann kommt so ein angezählter Landesfürst aus dem griechischen Süden und macht aus Jux und Dollerei so ziemlich alles kaputt was man für die Energiewende benötigt.

Die Griechen bekommen einfach nichts gebacken.

Nein nein – da lobe ich mir die Angela, die Kanzlerin der Herzen und nur dem Machterhalt verpflichtet.

 

 

 

Wer hats erfunden?

Es waren die Griechen. Die haben die Demokratie erfunden.
Nützt Ihnen aber nichts, da sie vergessen haben die Idee zu patentieren und deshalb jetzt pleite sind.
Dass das Geld weg ist liegt natürlich auch am globalen Finanzsystem, das nun einmal beschlossen hat den Griechen zu zeigen was ne Harke ist. Verlassen können sich die Banker dabei ganz eifrig auf unsere Kanzlerin der Herzen.
Die steht für nichts ausser Machterhalt und dazu gehört nunmal den Banken zu helfen und die Griechen in die Tonne zu kloppen.

Jetzt hat die griechische Regierung doch tatsächlich das Messer an die Brust gesetzt bekommen und sollte sich entscheiden. Und was machen die Damen und Herren? Die fragen ihr Volk!!
Geht es noch? Heute fragt man Rating Agenturen, die sagen dann was zu tun ist.
Jetzt fragen diese Oldschooldemokraten ihr eigenes Volk. Das sind doch Betroffene, damit befangen und zu keiner vernünftigen Entscheidung fähig. Sicherheitshalber schiessen Publikationen wie Blöd oder Blöd am Sonntag ganze Kommentarsalven gen Griechenland. Allein vergebens.

Denn, es gibt ein Referendum und ZACK! Die Griechen unterstützen den Kurs der Regierung die sie gewählt haben.Fast 2/3 tuen das. Drecks Demokratie.

Jetzt schauen wir mal wie es weitergeht. Sehr amüsant fände ich es, würden die Griechen den Euro schreddern und zu einer neuen Währung zurückkkehren. Nennen wir sie Drachmenmark – kurz D Mark.

Die Griechen führen also die D Mark ein – ätsch AfD und doof für die Blöd Leser, wollen die die doch dauernd zurück haben.

So könnte das dann aussehen, wenn Athen auch noch unsere alten Pressen bekäme:

Drachmenmark - kurz D MARK

Erster Entwurf der neuen Drachmenmark – kurz D MARK

Und noch etwas:
Ein ὁ ὀστρακισμός
– ein Scherbengericht würde ich mir wünschen. AM zu ritzen sollte genügen.

Neulich in der SPD in Bayern

SPD Möchtegernirgendwannkanlzer Sigmar Gabriel hat in der BILD ein Interview zu Griechenland und Grexit gegeben.
Wohl weitgehend unbemerkt, was Gabriel heute sagt muss ja auch morgen keinen Bestand mehr haben.
Gelesen haben das Interview aber einige Jusos in Bayern.
Als Reaktion darauf kam es zu folgendem offenen Brief an den Vizekanzler:

Offener Brief der Jusos Bayern an Sigmar Gabriel

16. Juni 2015 | Europa

Lieber Sigmar, es reicht!

Wir haben uns ja schon öfter gefragt, welche Überlegungen hinter so manchem öffentlichkeitswirksamen Auftritt unseres Parteivorsitzenden stehen. Mit deinem Gastbeitrag zum drohenden Euroaustritt Griechenlands hast du dich aber in vielerlei Hinsicht selbst übertroffen.

In Europa wachse die Stimmung „Es reicht“, erzählst du da in jener Bildzeitung, die seit Beginn der Krise mit blanker Hetze gegen „die faulen Griechen“ die Stimmung an den deutschen Stammtischen anheizt. Gemeint hast du damit die erneut stockenden Verhandlungen über Schuldenschnitte und Kredite mit der griechischen Regierung. Du redest von „Spieltheoretikern“ und „Zockern“, von „Kommunisten“ und „überzogenen Wahlversprechen“. Und, damit der sprichwörtliche deutsche Stammtisch auch brav applaudiert, müssen natürlich auch wieder die „deutschen Arbeitnehmer und ihre Familien“ herhalten.

Lieber Sigmar, in der Tat: Es reicht! Es reicht ganz Europa der deutsche Chauvinismus und die süffisante Überheblichkeit, mit der du und andere VertreterInnen der deutschen Regierung gegenüber Griechenland und anderen krisengebeutelten Staaten auftreten! Es reicht den Menschen in Griechenland die aufgezwungene Sparpolitik der Troika, die jede eigenständige wirtschaftliche Entwicklung verhindert! Es reicht jedem Menschen mit einem Fünkchen internationaler Solidarität im Herzen die ewig gleiche Nummer, bei der die RentnerInnen in Deutschland gegen die RentnerInnen in Griechenland ausgespielt werden, während fröhlich die finanziellen Interessen deutscher Banken in der „Schuldenkrise“ gerettet werden.

Und es reicht uns Jusos dein blanker Populismus, mit dem du dich vor den Karren der Griechenlandhetze aus dem Haus Springer spannen lässt. Wir erwarten mehr von einem Vorsitzenden der SPD, als unreflektiert Stammtischparolen zu wiederholen und im trübbraunen Wasser zu fischen. Wir erwarten von dir als sozialdemokratischem Wirtschaftsminister, dass du Menschen Ängste vor der Krise nimmst und rechtspopulistische Kurzschlüsse enttarnst, anstatt mit ihnen zu spielen. Und wir erwarten, dass du auch die eigene Krisenpolitik kritisch hinterfragst, anstatt einfach die Schuld auf die neue griechische Regierung zu schieben.

Lieber Sigmar, die Sozialdemokratie ist eine internationalistische Bewegung, die Solidarität mit Menschen großschreibt. Das heißt für uns, dem Populismus, der Panikmache und dem nationalen Chauvinismus den Kampf anzusagen. Es wäre schön, wenn auch du dich diesen Werten verpflichtet fühltest und in Zukunft auf derart plumpe Debattenbeiträge verzichten könntest. Uns jedenfalls reicht es schon lange – und zwar mit solchen Aussagen von dir!

Mit solidarischen Grüßen

Deine Jusos Bayern

Hut ab sage ich. Ich dachte die SPD ist tot.
Aber die SPD wäre nicht die SPD würde sie nach diesem Aufruf wieder die Schippe in die Hand nehmen und weiter an ihrem Grab schaufeln.

Hier erledigt das der bayrische Vorsitzende Florian Pronold wie die DPA meldet:

Für diese unsachliche, ehrenrührige Kritik der Jusos Bayern an unserem Parteivorsitzenden und Vizekanzler Sigmar Gabriel fehlt mir jedes Verständnis.“ Für den rotzigen Tonfall und die Wortwahl sei eine Entschuldigung des Juso-Landesvorstandes fällig. „So gehen wir in der SPD nicht miteinander um. Wer lediglich verbal um sich schlägt und dabei nur persönliche Attacken reitet, der disqualifiziert sich selbst als ernstzunehmender Diskussionspartner.
Ja alte SPD – du kapierst es nicht.
In Bayern wird man wohl so auf die 7-8% zusteuern. Aber ehrlich, eine Pronold SPD braucht hier kein Mensch, da wird Wählen zur Zeitverschwendung. Dann lieber das Original CSU oder eben die Linke.
Am besten natürlich die Partie Die Partei, weil die echt gut ist.

Zeit und BILD in einem Boot – der Rest paddelt hinterher

Es tut mir wahnsinnig leid, aber ich denke mittlerweile, dass das Zeitungssterben gar nicht so übel ist.
Wenn ich aktuell beobachte wie auf Weselsky wegen des Bahnstreikes unisono eingeprügelt wird, wie er zum Buhmann geschrieben wird, dann frage ich mich, was ist aus dem Journalismus geworden?

Vorauseilendes Geschreibsel im Sinne der Bundesregierung – ohne grossen Anlass.
Macht man sich damit lieb Kind? Darf man dann in der Kanzlerinmaschine mit auf tolle Auslandsreisen?

Ich durfte bereits einige male Hauptstadtpresse auf dem Land hier in Bayern erleben. Eine gute Erinnerung ist keine dabei. Überheblich, desinteressiert mit vorgefertigter Meinung kommt man an. Watschelt mit dem Minister vor Ort herum, drängt sich ans Buffett und schaut, dass man ja den Flieger zurück nach Berlin nicht verpasst.

Nicht vergessen darf man auch, dass Zeitungen heute zu Medienkonzernen geworden sind, die versuchen abseits des Blätterwaldes Geld zu verdienen. Sei es mit dem Web, TV, Radio oder ganz anderen Dingen, wie zum Beispiel der Beteiligung an Unternehmen. Entsprechend gibt es neue Prioritäten.

Zugleich werden immer mehr Zeitungen von Konkurrenten aufgekauft – einfach um die, für grosse Werbekunden wichtige Gesamtauflage zu halten und um billiger zu produzieren. Alles was über den Lokalteil hinaus geht, also der Mantel mit Politik, Sport und alles mit nationalen sowie internationalen Themen wird in einer „Zentralredaktion“ produziert und ist dann in allen Tochterpublikationen identisch. Daher kommt auch die Einheitsschreibe und -meinung.
Erstaunlich viele Themen werden von den Agenturen wie DPA oder Reuters kommentarlos übernommen und googeln wird mit recherchieren verwechselt.
Das Korrespondentnetz wird ausgedünnt. Entsprechend nah sind die Informationen die geliefert werden.

Stellen Sie sich vor eine amerikanisches Medienunternehmen hat einen Reporter in Berlin.
Jetzt kommt es zu Unruhen in Stuttgart wegen Stuttgart21 – Wasserwerfer, Demo, Verhaftungen. Der Reporter bleibt in Berlin, weil Reisekosten gespart werden, weil er auch dort deutsches TV sehen kann, weil Stuttgart für ihn nur ein Kaff im Süden ist…..
Natürlich wird er einen Bericht zu Stuttgart 21 abliefern – aber was ist der wert?
Man erzählt etwas was man von anderen erzählt bekommt die auch nicht vor Ort sind.

Das ist Journalismus 2015 – vergessen wir ihn.

Fernab des Volkes

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Damit hat niemand gerechnet, am wenigsten Olaf Scholz.
Mit 45% der Stimmen ist es der neuen Parteigruppe „Nicht Wähler“ gelungen Hamburg im Handstreich zu nehmen.
FDP, AfD und Linke bleiben unter der 5% Hürde und schaffen so nicht den Sprung in die Bürgerschaft.
Da halfen auch die Beine der Frau Suding nicht weiter.

In einer ersten Stellungnahme haben SPD und CDU eine „harte, an der Kante geführte Oppositionsarbeit“ angekündigt. Die Grünen sind sprachlos, Frau Roth unterwegs nach Hamburg.

Grafisch zumindest ist die Partei „Nicht Wähler“ bereits am rechten Rand verortet.

2015 – es geht weiter

Ich denke es ist wieder Zeit den Blog anzuwerfen.
Für mich die Top Meldung des neuen Jahres ist Angela Merkels Aussage, sie könne sich einen Austritt Griechenlandes aus dem Euro Verbund vorstellen.
Wurde uns nicht von Experteexperten in den letzten Jahren immer und immer wieder verklickert, dass dies unmöglich wäre, weil alles dann ganz, ganz schlimm wird?
Wie schlimm konnte aber dann doch nie einer erklären. Ein Verbleib der Hellenen in der Eurozone war dann auch von Seiten der Politik als alternativlos eingestuft.

Da flogen Merkel und Co auch mal schnell nach Athen um dafür zu sorgen, dass der Schein von Aktivität und Handeln gewahrt wurde. Milliarden wurden hin und hergeschoben und Banken gerettet.

Da lohnt sich übrigens mal ein Blick nach Island, denen ging es noch schlechter als den Griechen nach der Bankenpleite. Und heute? Ohne Milliardentransfer in marode Banken konnten die Isländer wieder auf die Beine kommen.
Man wählte eine neue Regierung die alte Zöpfe abschnitt und „so war das schon immer“ Strukturen begrub.

Aus der SZ zum Vorgehen in Island: „Statt Bad Banks zu schaffen, überführten sie das solide Kerngeschäft in neue, nun staatliche Banken und ließen den Rest bankrottgehen. Die internationalen Anleger mussten ihre Forderungen abschreiben, Bankmanager und Politiker wurden vor Gericht gestellt. Mit Konjunkturprogrammen kurbelte die Regierung die Wirtschaft an, Wohlhabende bat sie mit höheren Steuern zur Kasse. Gleichzeitig half sie den vielen heillos überschuldeten Privathaushalten: mit einem Teilschuldenerlass, staatlichen Beihilfen und dadurch, dass sie das Sozialsystem von Kürzungen ausnahm.“

Es geht auch anders.

Wir dagegen haben jetzt auch noch die Pegida.  Die hat logischerweise im Tal der Ahnungslosen ihren Urprung.
Sie ist ein Produkt der aktuellen Politik, die sich jetzt nicht zu blöd ist die Leute als Nazis zu beschimpfen.
Ich mag die Pegida nicht, aber 17.000 einfach als Nazis abzustempeln ist mir zu billig.
Mit der gebetsmühlenartig vorgetragenen Mär von den Wirtschaftsflüchtlingen und dem Plündern der Sozialkassen durch Ausländer hat insbesndere unser Seehofer und mit ihm andere konservative Kreise die Entstehung von Pegida vorangetrieben.

Für alle Pegida Teilnehmer habe ich hier ein Liedchen:

Islam ist nicht IS und das Tragen eines Kopftuches ist keine Unterdrückung der Frau.